Pierre Gasly hat Alpine einen Start in die Formel-1-Saison 2026 gegeben, der vor wenigen Monaten kaum vorstellbar wirkte. Nach drei Grands Prix in Melbourne, Shanghai und Suzuka steht der Franzose bei 15 Punkten, Alpine ist Fünfter der Konstrukteurswertung und punktgleich mit Red Bull. In Suzuka hielt Gasly sogar Max Verstappen hinter sich und sagte danach, der schmerzhafte Kurs des Teams im vergangenen Jahr beginne sich auszuzahlen.
Gasly ist bisher der einzige Fahrer außerhalb von Mercedes und Ferrari, der in jedem Grand Prix 2026 Punkte geholt hat. Allein seine 15 Zähler sind fast drei Viertel von Alpines kompletter Ausbeute aus 2025, als das Team nur 22 Punkte sammelte und Gasly die Fahrerwertung auf Rang 18 beendete. Jetzt liegt er nach dem frühen Saisonauftakt auf Platz acht.
Den Schritt nach vorn führt Gasly selbst auf zwei Dinge zurück: den Wechsel von Renault- zu Mercedes-Power und die Entscheidung, schon in einem schweren 2025 viel Energie in das 2026er Auto zu stecken. Alpine war im vergangenen Jahr Letzter der Konstrukteurswertung, während das Team in Enstone laut Gasly die Ressourcen bewusst auf dieses Reglement richtete. Vor dem Miami-Wochenende sagte Gasly, Alpine-Fahrer, über den Stimmungsaufschwung im Team: „Ich glaube, genau das brauchen wir“, als er über den Effekt der jüngsten Ergebnisse sprach. Über die Richtung der Entwicklung sagte er weiter: „Es ist für uns wichtig, abzuliefern und einfach zu zeigen, dass sich die Opfer, die wir letztes Jahr gebracht haben, ausgezahlt haben, und im Moment ist genau das zu sehen“, in seinen Aussagen vor Miami.
Am klarsten war der Fortschritt in Suzuka zu sehen. Gasly wurde Siebter und beschrieb das Ergebnis nach dem Rennen als „ein Sieg im Mittelfeld“. Er war dort, wie er selbst sagte, der erste Fahrer hinter Mercedes, Ferrari und McLaren. Das passte zu dem Bild im Rennen: Nachdem Gasly an Verstappen vorbeigegangen war, zeigte der Red-Bull-Fahrer laut der Zusammenfassung eine sarkastische Handbewegung, als wäre der Angriff erledigt.
Gasly blickt aber schon über dieses Mittelfeld hinaus. Nach dem Suzuka-Rennen sagte Gasly, Alpine-Fahrer, über das Verhalten des A526 auf verschiedenen Strecken: „Ich bin sehr zufrieden damit, dass unser Auto auf allen Arten von Strecken konkurrenzfähig ist, das gibt mir in Sachen Vertrauen einen großen Schub. In Suzuka lag ich pro Runde etwa drei oder vier Zehntel hinter Lewis Hamilton, aber Ferrari ist unser nächstes Ziel. Wir müssen alles tun, was in unserer Macht steht, um sie zu erreichen“, nach dem Suzuka-Rennen.
Dabei macht er auch klar, wo Alpine noch steht. Nach Suzuka sagte Gasly, Alpine-Fahrer, über die Reichweite des aktuellen Pakets: „Im Moment ist der Abstand sicher noch zu groß, um ernsthaft in den Kampf um das Podium einzugreifen, aber nach der Sommerpause würde ich das Alpine sehr gern in derselben Gruppe wie McLaren und Ferrari sehen“, nach dem Suzuka-Rennen. Den Fortschritt bezifferte er ebenfalls selbst. Vor Miami sagte Gasly, Alpine-Fahrer, mit Blick auf den Abstand nach vorn: „In Shanghai haben uns drei Zehntel auf McLaren für Platz sechs gefehlt. In Suzuka fehlen mir anderthalb Zehntel auf Lewis, also gibt es definitiv Fortschritte“, in seinen Aussagen vor Miami.
Das reicht noch nicht für das Podium. Aber nach drei Rennen spricht Gasly schon nicht mehr nur über das beste Team im Mittelfeld, sondern über Ferrari als nächstes Ziel.