© Jonathan Borba

Petr Pavel fotografiert mit FIA-Pass beim Hungaroring

Anzeige

Petr Pavel hat den Ungarn-Grand-Prix 2026 nicht nur als Staatsgast besucht, sondern mit offizieller FIA-Akkreditierung selbst als Fotograf gearbeitet. Der Präsident der Tschechischen Republik war am 26. Juli am Hungaroring mit kompletter Kameraausrüstung unterwegs und machte Aufnahmen im Fahrerlager sowie an der Strecke.

Damit hob sich Pavels Auftritt klar von einem gewöhnlichen prominenten Besuch ab. Nach den vorliegenden Berichten erfüllte er die Akkreditierungsanforderungen der Formel 1 und kann bei Veranstaltungen als professioneller Fotograf arbeiten. Genau das machte seinen Einsatz in Budapest bemerkenswert: Ein amtierender Präsident bewegte sich nicht in erster Linie als politischer Repräsentant durch die Formel 1, sondern wie ein erfahrener Medienvertreter mit Kamera und Zugang.

Pavel war dabei nicht erst am Renntag vor Ort. Schon am Samstag wurde er bei den Sessions am Hungaroring mit voller Fotoausrüstung gesehen. Dort fotografierte er unter anderem an der Seite des tschechischen F1-Fotografen Jiri Krenek. Mehrere Berichte beschreiben ihn an diesem Wochenende als aktiven Teil des Medienumfelds und nicht nur als Zuschauer mit besonderem Zugang.

Die Szene passt zu einer Motorsport-Leidenschaft, die bei Pavel seit Jahren dokumentiert ist. Erst im Juni war er mit seiner Kameraausrüstung bei den 24 Stunden von Le Mans in Frankreich. Sein Portfolio reicht laut den Berichten aber deutlich weiter: Er fotografierte bereits MotoGP- und World-Superbike-Veranstaltungen in Brünn, war bei NASCAR-Rennen in den USA und arbeitete auch bei der Dakar Rally in Saudi-Arabien mit der Kamera.

Gerade die Dakar taucht in diesem Zusammenhang mehrfach auf. Von der Ausgabe 2025, bei der Pavel tschechische Teilnehmer unterstützte, wurden einige seiner Bilder später im Nationalen Technischen Museum in Prag ausgestellt. Das zeigt, dass seine Arbeit im Motorsport nicht nur als persönliches Hobby wahrgenommen wird, sondern auch öffentlich präsentiert wurde.

Dazu kommt ein konkreter gesellschaftlicher Effekt seiner Fotografie. Im vergangenen Jahr brachte die Versteigerung eines Fotobuchs mit seinen Bildern laut den Berichten fast 30.000 Euro ein. Das Geld ging an Organisationen, die Kinder, Alleinerziehende und ältere Menschen unterstützen.

Für das Formel-1-Wochenende in Ungarn bedeutete das vor allem eines: Pavels Präsenz war keine symbolische Stippvisite eines Staatsoberhaupts, sondern ein seltener Fall, in dem ein amtierender Präsident mit offizieller FIA-Zulassung mitten im Arbeitsalltag des Grand-Prix-Zirkus auftauchte. Für den Hungaroring war das eine ungewöhnliche Randgeschichte, für Pavel selbst aber die Fortsetzung einer Motorsportrolle, die längst über bloßes Fan-Sein hinausgeht.

Anzeige