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Ocon weist Haas-Gerüchte scharf zurück

Esteban Ocon hat die Gerüchte über einen Zerwürfnis mit Haas-Teamchef Ayao Komatsu und ein mögliches vorzeitiges Aus bei Haas vor dem Großen Preis von Kanada entschieden zurückgewiesen. Der Franzose bezeichnete die Berichte als „kompletten Bullshit“, sprach von erfundenen Geschichten und betonte, er sei „das ganze Jahr voll an Bord“ und habe einen Vertrag mit dem Team.

Ocon machte in Montreal klar, dass es nach Miami weder einen Streit noch eine Krise gegeben habe. Er sagte, er habe kurz zuvor noch mit Komatsu gesprochen und verspottete zugleich einen Bericht, in dem der Haas-Teamchef als „Ryo Komatsu“ bezeichnet worden sei. Für Ocon war das ein weiterer Hinweis darauf, dass an der Geschichte nichts dran sei. Er habe sich Haas auch deshalb angeschlossen, weil er Komatsu schon lange kenne und ein sehr gutes Verhältnis zu ihm habe.

„Die Geschichten wurden ohne jede Grundlage erfunden“, sagte Esteban Ocon, Haas-Pilot, vor dem Kanada-Wochenende. Es habe „keine echten Quellen“ gegeben. Zu den Spekulationen über seine Zukunft sagte er, es gebe „keinen Notfall und keinen Streit“ und „nichts von dem, was die Leute behauptet haben“, stimme.

Auslöser der Spekulationen waren Berichte nach dem Miami-Grand-Prix, die in sozialen Medien und bei externen Plattformen schnell größere Reichweite bekamen. Darin wurde behauptet, Komatsu sei über Ocons schwierigen Start in die Saison 2026 frustriert und Haas könne den Franzosen noch vor Saisonende ersetzen.

Dass Ocon die Geschichte so offensiv zurückwies, lag auch daran, wie stark sie sich aus seiner Sicht verselbständigt hatte. Er sagte, die Dynamik sei „fast wie Mobbing“ gewesen. Innerhalb von „zwei oder drei Tagen“ könne der Ruf eines Fahrers beschädigt werden, obwohl an der Sache „nichts begründet“ sei. Ocon ergänzte, das treffe nicht nur ihn selbst, sondern auch seine Familie und Sponsoren.

Nach Miami habe es mit Komatsu lediglich ein normales Gespräch gegeben, erklärte Ocon. Haas habe ein schwieriges Wochenende gehabt, deshalb habe man sich zusammengesetzt, um über Verbesserungen und über das Verhalten des Autos zu sprechen. Gerade dieser normale Debrief sei später fälschlich als großer Konflikt dargestellt worden.

Der sportliche Hintergrund für die Gerüchte ist dennoch offensichtlich. Ocon hat nach vier Grands Prix bislang nur einen Punkt geholt, mit Platz zehn in Suzuka, während Teamkollege Ollie Bearman bereits 17 Zähler aus vier Grand Prix und zwei Sprints gesammelt hat. Ocon stellte aber klar, dass für ihn entscheidend sei, welche Arbeit intern geleistet werde. Solange Komatsu mit seinem Einsatz zufrieden sei und Haas die Grundlage für Resultate sehe, bleibe die Richtung aus seiner Sicht unverändert.