Lando Norris hat seine erste echte Fahrt auf der Nürburgring-Nordschleife nach dem jüngsten Pirelli-Test als den bislang größten Spaß seines Jahres beschrieben und damit sofort klargemacht, warum der Kurs selbst für einen Formel-1-Weltmeister noch einen besonderen Reiz besitzt.
Der amtierende Formel-1-Weltmeister 2025 fuhr bei dem Test Runden in einem McLaren-Sportwagen und war danach begeistert. „So viel Spaß hatte ich dieses Jahr noch nicht“, sagte Norris. Die Strecke habe sich angefühlt wie „Gran Turismo oder iRacing“, also wie ein Ort, den er seit Jahren aus Simulatoren kennt, den er nun aber zum ersten Mal real erleben konnte.
Gerade das machte die Ausfahrt für ihn besonders. Norris erklärte, die Nordschleife sei eine Strecke, „where everyone wants to drive“, und fügte hinzu: „Ob du Rennfahrer bist oder nicht, es ist immer eine coole Erfahrung, denn [der Kurs] ist so außergewöhnlich. Ich kann mich echt glücklich schätzen.“ Obwohl er den Kurs nach eigenen Angaben durch Simulatoren und Onboard-Videos praktisch auswendig kannte, sei es etwas anderes gewesen, sich selbst ein Bild zu machen. Die Strecke werde „ihrem Ruf und dem, was Leute so alles über sie erzählen, allemal gerecht“.
Norris verschwieg aber auch die andere Seite der Nordschleife nicht. „Natürlich ist es eine schwierige und riskante Strecke“, sagte er. Die Runde in seinem McLaren sei „durchaus beängstigend“ gewesen, auch wenn der Spaß für ihn überwogen habe.
Seine Begeisterung verknüpfte Norris direkt mit Max Verstappens GT-Aktivitäten in der Eifel. Er sagte, er habe „alle GT-Rennen mit Max [auf der Nordschleife] geschaut“ und verfolge die Szene auch wegen eigener Freunde im GT-Sport seit Jahren. Besonders die Duelle zwischen Verstappen und Christopher Haase in den vergangenen Wochen habe er genossen. „Es macht Spaß, ihm zuzuschauen“, sagte Norris über Verstappen.
Mit Blick auf das Risiko des Langstreckenklassikers verwies Norris auch auf den jüngsten Todesfall von Juha Miettinen. „Das kann im Rennsport immer passieren“, sagte er. „Es liegt nicht nur an der Strecke.“ Für ihn bleibe das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring trotzdem „eines der besten Rennen auf dem Planeten“.
Entsprechend kündigte Norris an, das Rennen im Mai so gut wie möglich zu verfolgen und besonders auf Verstappen zu achten. Er werde zwar womöglich nicht alle 24 Stunden sehen, aber „definitiv einschalten“, auch weil sein Respekt für Verstappen und dessen Nordschleifen-Einsätze durch die eigene erste Fahrt eher noch gewachsen ist.
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