Lando Norris hat McLaren nach Platz vier beim Grand Prix von Großbritannien deutlich zu mehr Leistung und wirksameren Upgrades aufgefordert, weil der Wagen in Silverstone nach seiner Einschätzung das ganze Wochenende über zu langsam und kaum fahrbar war.
Das Ergebnis auf seiner Heimstrecke kaschierte für Norris die wahren Probleme eher, als dass es sie erklärte. „Everything but the result was pretty shocking“, sagte der McLaren-Pilot nach dem Rennen. „I don't know how we finished P4 today, honestly.“ Gegen Mercedes und Ferrari habe McLaren klar Pace gefehlt.
Besonders hart fiel sein Urteil über das Fahrverhalten aus. Norris bezeichnete den MCLaren als „not a nice car to drive“ und als „one of the hardest cars I've ever driven in Formula 1“. Entsprechend deutlich zog er die Konsequenz aus dem Wochenende: „many things we need to be better at“.
Dass am Ende dennoch Rang vier heraussprang, führte er nicht auf die eigene Geschwindigkeit zurück. Norris verwies stattdessen auf Zuverlässigkeit und Fehlervermeidung sowie auf Probleme bei der Konkurrenz. „A big part of it nowadays is reliability. I don't know what happened to Kimi and Max“, sagte er. „We got that bit right today, but the pace was pretty poor.“ Auch seinen Start nannte er misslungen und sagte, McLaren müsse verstehen, warum es dazu kam.
Den Rückstand verknüpfte Norris auch mit der Entwicklung des Autos. Seit dem Grand Prix von Miami habe McLaren kein großes streckenspezifisches Upgrade mehr gebracht. Kleinere Neuerungen hätten nicht den erhofften Effekt geliefert, während die Rivalen nachgelegt hätten. „Other people have bought a lot of upgrades and updates since, and we kind of haven't - nothing that has brought us that much performance“, sagte er. Deshalb sei das Auto in Silverstone letztlich „undrivable“ gewesen.
Vor dem nächsten Rennen in Spa sieht Norris damit akuten Handlungsbedarf. Der Wagen sei „not simply enjoyable to drive in any area“ gewesen, sagte er, und die Resultate dürften nicht darüber hinwegtäuschen, wie schwach die eigentliche Performance gewesen sei. „We must make a big step.“
© Samuel Phillips