Der Madring liegt nach der jüngsten FIA-Besichtigung weiter im Zeitplan für sein Formel-1-Debüt im September. Eine Delegation um FIA-Rennleiter Rui Marques prüfte die künftige Strecke in Madrid dreieinhalb Monate vor dem Spanien-Grand-Prix vor Ort und stellte nach den vorliegenden Berichten keine gravierenden Probleme fest.
Das ist vor allem deshalb wichtig, weil der 31. Mai als zentraler Referenztermin für die Fertigstellung der Strecke galt. Nach sechs Monaten Bauzeit verfügt der Madring inzwischen über alle drei Asphaltschichten, von der Tragschicht über die Binderschicht bis zur Deckschicht. In den vergangenen Wochen waren die Arbeiten am Belag beschleunigt worden, Ende Mai wurde die Oberfläche planmäßig abgeschlossen. Zu den zuletzt sichtbaren Fortschritten gehören auch bereits installierte Kerbs, darunter in Kurve 17.
Luis García Abad, Generaldirektor des Madring, sagte gegenüber MARCA: „Wir haben die Asphaltarbeiten vergangene Woche wie vorgesehen abgeschlossen, und das Bauwerk wurde vertragsgemäß am 31. Mai beendet, also ist alles in Ordnung.“ Nach den Berichten war die Stimmung nach der Inspektion entsprechend ruhig, sowohl auf Seiten des Projekts als auch bei der FIA gilt der bisherige Stand als im Einklang mit dem vorgesehenen Zeitplan.
Die Kontrolle gehört zum üblichen FIA-Verfahren für neue Grade-1-Strecken. Während der Bauphase prüfen technische Delegierte regelmäßig, ob Layout, Sicherheitsstandards und einzelne Bauabschnitte die Anforderungen für eine Homologation zur Ausrichtung eines Formel-1-WM-Laufs erfüllen.
Ganz abgeschlossen ist das Projekt damit aber noch nicht. Vor allem bei der temporären Veranstaltungsinfrastruktur stehen noch wichtige Arbeiten an. Dazu zählen die Tribünen, deren Aufbau in den kommenden Monaten weiterlaufen soll und sich nach der aktuellen Planung bis in den September ziehen kann. Hinzu kommen Teile des Boxengebäudes sowie weitere Aufgaben, die für Homologation und Sicherheit erst näher am Renntermin umgesetzt werden.
Die nächste FIA-Kontrolle vor Ort ist für August vorgesehen. Nach dem aktuellen Stand sprechen die Signale jedoch dafür, dass der Madring auf Kurs bleibt, um vom 11. bis 13. September erstmals den Spanien-Grand-Prix auszurichten.
© Jonathan Borba