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Lawson kritisiert Pérez nach Sprint-Strafe

Liam Lawson sagte nach der Sprint-Kollision mit Sergio Pérez in Montréal, dass er gegen den Cadillac-Piloten besonders vorsichtig fahren müsse, weil dieser „ziemlich aggressiv“ sei. Die FIA stützte diese Sicht mit einer 10-Sekunden-Strafe gegen Pérez, nachdem Lawson in Kurve 13 von der Strecke gedrängt worden war.

Der Zwischenfall passierte, als Lawson im Sprint des Kanada-GP vom Ende des Feldes nach vorn kommen wollte. Im Duell mit Pérez kam es vor Kurve 13 zum Kontakt, danach erklärte Lawson, dass er seinen Umgang mit dem Mexikaner inzwischen anders anlegen müsse als mit anderen Fahrern.

Lawson sagte nach dem Sprint auf eine Frage zum Vorfall in Kurve 13 gegenüber Medien, darunter RacingNews365: „Offensichtlich habe ich versucht, mich vom Ende des Feldes nach vorn zu arbeiten, und ich muss einfach vorsichtig sein, wenn ich gegen ihn fahre. Er ist ziemlich aggressiv, also hat er mich am Ende rausgedrückt, und ich habe einfach entschieden, nicht mehr wirklich gegen ihn zu kämpfen. Es lohnt sich nicht wirklich für keine Punkte. Aber ja, das scheint ein Ding zu sein, wenn ich gegen ihn fahre.“

Die Rennkommissare gaben Pérez daraufhin eine 10-Sekunden-Strafe. In ihrem offiziellen Dokument hieß es: „Auto 30 versuchte, Auto 11 auf der Geraden vor Kurve 13 zu überholen. Auto 11 bewegte sich auf die rechte Seite der Strecke und dann wieder nach links und drängte Auto 30 von der Strecke.“

Die Strafe veränderte das Sprint-Ergebnis deutlich. Pérez fiel nach der Zieldurchfahrt von Rang 11 auf Rang 14 zurück.

Der Vorfall ist das jüngste Kapitel einer angespannten Beziehung, die laut den vorliegenden Berichten auf den Kampf um ein Red-Bull-Cockpit vor der Saison 2025 zurückgeht. Lawson ersetzte Pérez damals bei Red Bull zum Start von 2025, und mit Pérez’ Rückkehr als Stammfahrer bei Cadillac im Jahr 2026 lebten die direkten Duelle auf der Strecke wieder auf.

Für Lawson ist der Fall von Montréal deshalb mehr als nur eine einzelne Berührung im Mittelfeld. Seine Aussagen zeigen, dass er Zweikämpfe mit Pérez inzwischen unter einem anderen Risiko-Nutzen-Verhältnis bewertet als normale Rad-an-Rad-Duelle im Feld.