Fernando Alonso hat den Grand Prix von Spanien 2026 als wahrscheinlich sein letztes Formel-1-Rennen in Barcelona eingeordnet, stellte aber zugleich klar, dass seine grundsätzliche Zukunft über diese Saison hinaus noch offen ist.
In der offiziellen FIA-Pressekonferenz am Donnerstag sprach der Aston-Martin-Pilot von einem besonderen Wochenende. „Es wird ein besonderes Wochenende, wahrscheinlich mein letztes Rennen in Barcelona in der Formel 1. Deshalb möchte ich allen Danke sagen“, sagte Alonso. Er bezeichnete das Rennen als seinen 23. Großen Preis von Spanien und kündigte an, das Wochenende genießen zu wollen. Alle bisherigen Ausgaben seien „magisch“ gewesen, „auch dieses letzte Rennen muss magisch werden“.
Eine Rücktrittsankündigung wollte Alonso daraus aber nicht machen. Sein Vertrag bei Aston Martin läuft bis zum Ende dieser Saison, eine Entscheidung über 2027 will er erst später treffen. „Im Moment habe ich noch nichts entschieden“, sagte er. „Nach der Sommerpause werde ich festlegen, ob ich weitermache oder nicht.“
Warum Barcelona trotzdem stärker nach Abschied klingt, erklärte Alonso mit dem Kalender. Der spanische Grand Prix ist 2027 nicht im Programm, weshalb er seinen Ausblick bewusst offen hält. „Barcelona obviously is not happening next year and if I don’t know what I will do next year, it’s nearly impossible to be sure what I will do in two years’ time“, sagte er sinngemäß bereits in derselben Richtung und betonte auch in Spanisch, dass es „ein bisschen wahrscheinlicher“ sei als bei anderen Strecken. Jede Station in diesem Jahr könne seine letzte sein, ob in Australien, China oder Monaco.
Die größere Belastung ist für Alonso nach eigener Aussage ohnehin nicht die Frage nach dem Karriereende, sondern die fehlende Konkurrenzfähigkeit. „Das Schwierigste ist nicht die Frage, ob es mein letztes Jahr ist oder nicht. Das Schwierigste ist, keine Rennen zu gewinnen und nicht konkurrenzfähig zu sein“, sagte der zweimalige Weltmeister. „Ob dies meine letzte Saison ist oder nicht, beeinflusst mich persönlich nicht besonders. Ich bin mit meiner Karriere und meinem Leben im Reinen. Alles, was jetzt noch kommt, ist ein Bonus.“
Sportlich erwartet Alonso auch in Barcelona keine Wende. Aston Martin sei derzeit „nicht so konkurrenzfähig, wie wir es uns im Team wünschen“, sagte er, und kündigte ein schwieriges Wochenende an: „Ich werde weder im Qualifying noch vermutlich im Rennen um die Positionen kämpfen können, die wir uns alle wünschen.“ Nach seinem ersten WM-Punkt der Saison in Monaco reist Alonso damit zwar mit einem kleinen Ergebnis nach Hause, aber ohne die Erwartung, dass Barcelona sportlich zum großen Moment seiner Saison wird.
Gerade deshalb gewinnt das Wochenende vor allem emotionale Bedeutung: als möglicher letzter Auftritt Alonsos in Barcelona, noch bevor er überhaupt entschieden hat, ob er in der Formel 1 weitermacht.
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