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Ferrari ohne Vasseur vor Monaco-Qualifying

Ferrari muss den entscheidenden Samstag beim Grand Prix von Monaco ohne Teamchef Fred Vasseur bestreiten. Der Rennstall bestätigte am Samstagmorgen, dass der 58-Jährige nach medizinischen Untersuchungen unter Beobachtung in einer lokalen medizinischen Einrichtung bleibt und deshalb nicht an der Strecke sein wird.

In seiner Erklärung teilte Ferrari mit: „Fred Vasseur wird heute nicht an der Strecke sein.“ Weiter hieß es, nach einigen medizinischen Checks werde Vasseur „unter Beobachtung in einer lokalen medizinischen Einrichtung“ bleiben. Weitere medizinische Informationen werde das Team nicht bekanntgeben. Ferrari wünschte ihm zugleich eine schnelle Genesung und hoffe, ihn bald wieder an der Strecke zu sehen.

Die Nachricht trifft Ferrari ausgerechnet vor dem wichtigsten Abschnitt des Wochenendes in Monte Carlo. Das Qualifying beginnt am Samstag um 16:00 Uhr, und gerade in Monaco ist die Startposition oft entscheidend, weil Überholen dort besonders schwierig ist.

Dabei reist Ferrari mit der bislang stärksten Ausgangslage der Saison in diesen Samstag. Am Freitag setzte Charles Leclerc im ersten Training mit 1:13,978 Minuten die Bestzeit und lag 0,226 Sekunden vor Lewis Hamilton. Im zweiten Training drehte Hamilton den Spieß um und war 0,111 Sekunden schneller als Leclerc. Damit belegte Ferrari in beiden Sessions die ersten beiden Plätze.

Entsprechend gilt die Scuderia für viele Beobachter als Favorit auf die Pole und womöglich auch auf den Sieg. Der SF-26 wirkte in den langsamen Kurven von Monaco besonders konkurrenzfähig und gibt Ferrari die Chance, die Serie von fünf Mercedes-Siegen in den ersten fünf Grands Prix der Saison 2026 zu beenden.

An der Strecke dürfte nun Vasseurs Stellvertreter Jerome D’Ambrosio die Einsatzleitung übernehmen. Der stellvertretende Teamchef hatte den Franzosen bereits in der Vergangenheit vertreten, darunter beim Großen Preis von Österreich 2025.

Noch am Freitag hatte Vasseur trotz der Bestzeiten auf Zurückhaltung gesetzt. Fred Vasseur, Ferrari-Teamchef, sagte nach dem Training: „Von Freitag bis zum Qualifying und zum Rennen ist es in Monaco ein sehr langer Weg.“ Die größte Schwierigkeit sei es, „die Entwicklung der Strecke und des Grips vorherzusehen“. Er machte klar, dass Ferrari erst am Samstagnachmittag das wahre Kräfteverhältnis sehen werde.

Genau diese Aufgabe muss Ferrari nun ohne seinen Teamchef am Kommandostand lösen, in einem Qualifying, das die bislang beste Siegchance des Teams in der Saison 2026 prägen könnte.