© Eterna

Ecclestone drängte Horner zu Ferrari

Bernie Ecclestone sagt, er habe Christian Horner nach dessen Abschied von Red Bull zu Ferrari lotsen wollen, warnt aber zugleich, dass ein Formel-1-Comeback für den langjährigen Teamchef überall heikel wäre.

Horner hat nach Angaben Ecclestones seine Garden-Leave-Phase inzwischen beendet und kann damit grundsätzlich in jeder verfügbaren Funktion in die Formel 1 zurückkehren. Sein Aus bei Red Bull im vergangenen Sommer beendete eine 20-jährige Amtszeit an der Spitze des Teams aus Milton Keynes.

Bernie Ecclestone, der frühere Formel-1-Chef, sagte im Gespräch mit ausgewählten Medien, er habe Horner aktiv zu einem Ferrari-Wechsel bewegen wollen. „Ich spreche ziemlich oft mit ihm. Am Anfang habe ich versucht, ihn zu überzeugen, es bei Ferrari zu versuchen“, sagte Ecclestone. Wohin Horner am Ende gehen werde, wisse er aber selbst nicht: „Keine Ahnung.“

Aus Ecclestones Sicht liegt das Problem tiefer als nur in der Frage, welches Team als Nächstes infrage kommt. „Christian ist ohnehin in einer schwierigen Position“, sagte er. „Wohin er auch geht, wenn er keinen Erfolg hat, werden die Leute sagen: ,Ah, Christian, du warst sehr gut, als du bei Red Bull mit großen Budgets warst.‘ Und solche Dinge. ,Jetzt gewinnst du deshalb nicht mehr‘ oder so. Also ist es schwierig für ihn.“

Genau deshalb hält die Spekulation über Horners nächsten Schritt seit rund einem Jahr an. Nach seinem Red-Bull-Abgang wurde er mit mehreren Projekten in Verbindung gebracht, darunter Ferrari und Aston Martin. Zuletzt galt Alpine als eines der konkreteren Szenarien. Berichten zufolge soll Horner dort an einem Investorenkonsortium arbeiten, das den 24-Prozent-Anteil von Otro Capital am Team kaufen könnte.

Ein Ferrari-Engagement wirkt nach den vorliegenden Berichten trotzdem kompliziert. Ein zentrales Hindernis soll sein, dass Horner offenbar keine reine Teamchef-Rolle anstrebt, sondern eher eine Position nach dem Vorbild Toto Wolffs mit erheblichem Einfluss und bedeutender Beteiligung. Gerade ein solches Modell gilt bei Ferrari als schwer bis unmöglich umsetzbar, was die Suche nach Horners nächstem Platz in der Formel 1 weiter verkompliziert.