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Christian Horner kehrt in Silverstone ins F1-Licht

Christian Horner wird an diesem Wochenende beim Grand Prix von Großbritannien in Silverstone sein erstes Formel-1-Rennwochenende seit seinem Red-Bull-Abgang im Juli 2025 bestreiten und zugleich seine Memoiren Drive ankündigen, die am 22. Oktober 2026 erscheinen sollen.

Damit kehrt Horner fast auf den Tag genau dorthin zurück, wo seine lange Zeit bei Red Bull praktisch endete. Mehrere Berichte bezeichnen Silverstone 2025 als sein letztes Rennen an der Strecke für das Team, bevor er noch vor dem Belgien-Grand-Prix aus seiner Rolle entfernt wurde.

Sein neuer öffentlicher Auftritt ist mehr als nur eine Buchvorstellung. Horner hatte sich seit seinem Aus bei Red Bull weitgehend aus der Formel 1 zurückgezogen. Sein Abgang fiel in eine Phase nachlassender sportlicher Form des Teams und eines eskalierenden internen Machtkampfs. In einer weiteren Darstellung werden auch Skandal und interne Grabenkämpfe als prägende Elemente seiner letzten Jahre bei Red Bull genannt.

Drive soll Horners eigene Version einer mehr als 20-jährigen Karriere an der Spitze des Sports erzählen. Das Buch reicht zurück bis zu seiner Ernennung im Jahr 2005, als Red Bull in die Formel 1 einstieg. Unter seiner Führung holte das Team 124 Siege sowie acht Fahrer- und sechs Konstrukteurs-Weltmeisterschaften.

Im Zusammenhang mit der Buchankündigung sagte Horner: „Die Formel 1 ist letztlich ein Geschäft mit Menschen. Während der Sport oft durch die Autos, die Siege und die Weltmeisterschaften definiert wird, sind es für mich vor allem die Menschen, die Entscheidungen, die Herausforderungen und die außergewöhnlichen Charaktere, denen ich auf dem Weg begegnet bin. Dieses Buch ist meine Rückschau auf eine unglaubliche 20-jährige Reise und auf die vielen Personen, die sie geprägt haben.“

Dass Horner ausgerechnet in Silverstone wieder sichtbar wird, unterstreicht auch, dass er seine Formel-1-Geschichte nicht als abgeschlossen betrachtet. Im Februar sagte er bei der European Motor Show in Dublin laut PA: „Ich habe das Gefühl, dass ich in der Formel 1 noch etwas zu erledigen habe.“ Er stellte zugleich klar, dass er nicht für irgendein Projekt zurückkehren werde, sondern nur für „etwas, das gewinnen kann“.

Horner sagte damals auch, er wolle „eher ein Partner als nur ein angestellter Mitarbeiter“ sein. Genau deshalb ist seine Rückkehr ins Fahrerlager an diesem Wochenende von Bedeutung: Nicht nur, weil er nach einem Jahr der Zurückhaltung wieder in den Mittelpunkt rückt, sondern weil sie signalisiert, dass er weiter auf eine Rolle hinarbeitet, in der er in der Formel 1 wieder echten Einfluss ausüben kann.