← Home

Carlos Sainz erklärt F1-Qualifying 2026

Carlos Sainz sagt, dass im Formel-1-Qualifying 2026 zu hart zu pushen einen Fahrer sogar langsamer machen kann. Nach seinem Einzug in Q2 beim Grand Prix von Japan in Suzuka erklärte der Williams-Pilot in Medienrunden in Japan, er sei inzwischen „zu 90, 95 Prozent“ nah daran, das neue Muster wirklich zu verstehen.

Für Sainz geht es unter den neuen Regeln nicht mehr darum, eine Runde einfach voll anzugreifen. Er sagte als Williams-Fahrer in Medienkommentaren in Japan: „Ehrlich gesagt haben meine Ingenieursgruppe und ich im Winter sehr gute Arbeit geleistet, um das zu verstehen.“ Im selben Kontext sagte er: „Und in diesem Sinne denke ich, dass ich zu 90, 95 Prozent nah daran bin, alles zu verstehen.“ Das ist nach einem schwierigen Start in die Saison bemerkenswert. In Australien brachte er laut den Zusammenfassungen wegen eines Batterieproblems keine Runde auf die Zeitenliste, in China qualifizierte er sich als 17., in Japan schaffte er den Sprung in Q2 und landete am Ende auf P16.

Sainz beschrieb die neue Aufgabe als eine Frage der Kontrolle über die eigene Fahrweise. Er sagte als Williams-Fahrer in Medienkommentaren in Japan: „Es geht eher darum, wie diszipliniert du beim Fahren sein willst.“ Im selben Zusammenhang erklärte er: „Es geht darum, wie dein natürlicher Instinkt oder tierischer Instinkt in einer Q2- oder Q3-Runde einsetzt, wenn du losgehst und voll drückst, und wie sehr du damit das System aus dem Gleichgewicht bringst, sodass das System gegen dich zurückschlägt.“

Der Hintergrund liegt laut den Zusammenfassungen im neuen technischen Paket für 2026. Die neue Power Unit hat ein 50:50-Verhältnis zwischen elektrischer Leistung und Verbrennerleistung. Die Energierückgewinnungssysteme holen pro Runde doppelt so viel Energie zurück wie im Vorjahr. Dazu kommt laut den Zusammenfassungen, dass das MGU-H gestrichen wurde. Das hat die Fahrweise verändert. Mehr Lift-and-Coast, mehr Harvesting, mehr „Super Clipping“. Laut den Zusammenfassungen ist die Qualifyingrunde von Start bis Ziel mit 100 Prozent Einsatz verschwunden.

Charles Leclerc lieferte nach dem Qualifying in Suzuka ein sehr klares Beispiel dafür. Der Ferrari-Fahrer sagte nach dem Qualifying in Suzuka, dass ihm ein Heckrutscher am Ausgang von Spoon auf der folgenden Geraden bis 130R Zeit kostete, weil das Auto ihn elektronisch „bestrafte“. Leclerc sagte als Ferrari-Fahrer nach dem Qualifying in Suzuka: „Früher überwogen die Vorteile die Nachteile, aber mit diesen Autos scheint es so, dass die Nachteile die Vorteile überwiegen.“ Im selben Kontext sagte er: „Jedes Mal, wenn du das Limit leicht überschreitest, jedes Mal, wenn du einen kleinen Rutscher hast, verbraucht das Energie in der Power Unit und deshalb zahlst du einen höheren Preis.“

Genau das meint Sainz, wenn er erklärt, warum Fahrer nach dem Qualifying oft unzufrieden wirken. Er sagte als Williams-Fahrer in Medienkommentaren in Japan: „Man hat immer das Gefühl, dass man es besser hätte machen können, man hat immer das Gefühl, dass man mehr hätte machen können, man hat immer das Gefühl, dass man beim Fahren effizienter sein kann.“ Dann zog er denselben Schluss, den viele Fahrer im Moment ziehen müssen. Sainz sagte als Williams-Fahrer in Medienkommentaren in Japan: „Aber die Realität ist, dass ich von meiner Seite verstehe, dass es einfach darum geht, wie diszipliniert ich damit umgehen will.“

Laut den Zusammenfassungen arbeitet die FIA bereits an Regeländerungen, die das Qualifying wieder stärker zu einem Duell machen sollen, bei dem Fahrer ohne diese starke Bestrafung durchs Energiesystem alles auf eine Runde setzen können. Diese Änderungen könnten laut den Zusammenfassungen schon ab dem Miami Grand Prix am ersten Mai-Wochenende kommen.