Ollie Bearman sagt, dass Kimi Antonellis Aufstieg bei Mercedes und dessen harter, aber fairer teaminterner Kampf mit George Russell ihm neuen Glauben an seine eigene Zukunft in der Formel 1 gegeben haben.
Im Drive to Wynn Podcast erklärte der Haas-Pilot, dass ihn vor allem die direkte Konstellation bei Mercedes beeindruckt hat. Antonelli ist dort als Rookie sofort an der Spitze angekommen und fordert Russell innerhalb des Teams sichtbar heraus. Für Bearman ist das nicht nur als Zuschauer interessant, sondern auch persönlich relevant.
Bearman und Antonelli waren 2024 Teamkollegen bei Prema in der Formel 2, bevor beide den Sprung in die Formel 1 schafften. Während Bearman bei Haas seine ersten Jahre im Mittelfeld bestreitet, sieht er bei Antonelli einen Fahrer, gegen den er in der Nachwuchsklasse selbst angetreten ist und der nun vorne mitmischt.
Über das Duell zwischen Antonelli und Russell in Kanada sagte Ollie Bearman, Haas-Fahrer, im Drive to Wynn Podcast: „Die beiden fahren auf einem unglaublichen Niveau. Es war wirklich, wirklich cool, diesen Kampf zu sehen, zu sehen, wie sie sich gegenseitig ans absolute Limit gebracht haben und sich dabei trotzdem respektiert haben, was zwischen Teamkollegen unglaublich wichtig ist.“
Gerade dieser Mix aus Härte und Respekt machte auf Bearman Eindruck. Er sagte, er habe es sehr genossen, Antonelli vorne kämpfen zu sehen. Weil er ihn aus gemeinsamen Zeiten in der Formel 2 gut kenne, sei es besonders schön zu beobachten, wie er sich auf diesem Niveau behaupte.
Für Bearman geht es dabei um mehr als Anerkennung für einen früheren Teamkollegen. Er sieht in Antonelli und auch in anderen jungen Fahrern den Beleg, dass der Schritt aus F2 und F3 an die Spitze der Formel 1 möglich ist. Er sagte, dass es ihm zusätzlich Selbstvertrauen gebe, wenn junge Fahrer gegen etablierte, hoch angesehene Namen bestehen.
Zugleich machte Bearman klar, dass seine eigene Lage eine andere ist. „Ich kämpfe nicht an der Spitze, ich sitze nicht in einem Top-4-Auto wie die beiden, aber zu sehen, dass sie es mit ihren Teamkollegen und den anderen Konkurrenten um sie herum aufnehmen können, gibt auch mir ein Gefühl von Selbstvertrauen“, sagte er.
Daran knüpft für ihn auch eine direkte persönliche Schlussfolgerung an. Weil er gegen diese Fahrer bereits in F2 und F3 gefahren ist, wertet er deren heutiges Niveau als Hinweis auf sein eigenes Potenzial. Es sei für ihn „ein weiterer Beweis“, dass auch er es eines Tages schaffen könne, vorne mitzukämpfen.
Genau daraus entsteht für Bearman aber nicht nur Zuversicht, sondern auch Druck. Der Erfolg junger Fahrer wie Antonelli und Isack Hadjar motiviere ihn zusätzlich, weil er sich selbst zu derselben Generation zähle und so schnell wie möglich dorthin wolle, wo die Siege und die Spitzenkämpfe entschieden werden.
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