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Antonelli übernimmt in Kanada die WM-Kontrolle

Kimi Antonelli hat den Formel-1-Grand-Prix von Kanada 2026 gewonnen und damit den entscheidenden Schlag im Mercedes-internen Titelduell gesetzt, weil George Russell trotz Poleposition und zwischenzeitlicher Führung mit einem Technikdefekt ausfiel. Aus einem Wochenende, das zunächst nach Russells Antwort im teaminternen Machtkampf aussah, wurde so ein weiterer großer Schritt Antonellis in Richtung Weltmeisterschaft.

Die bereitgestellten Rennzusammenfassungen nennen Antonelli als Sieger in Montreal. Dahinter kam Lewis Hamilton ins Ziel, während Max Verstappen als Dritter sein erstes Podium des Jahres holte. Entscheidend für die Geschichte des Rennens war aber nicht nur das Endergebnis, sondern die Art, wie es zustande kam: Das Mercedes-Duell wurde durch Russells Ausfall abrupt beendet.

Dabei hatte am Samstag noch vieles für Russell gesprochen. Laut den Kanada-Berichten holte er in einem engen Qualifying seine fünfte Poleposition der Saison, Antonelli stand direkt neben ihm auf Startplatz zwei. Schon zuvor hatte Mercedes das Wochenende sportlich und intern geprägt, weil der Zweikampf zwischen beiden im Sprint sichtbar eskaliert war. Die Berichte beschrieben viel Staub bei einem Überholversuch, sogar Toto Wolff schaltete sich am Funk ein. Kanada war also schon vor dem Grand Prix nicht nur ein Rennen gegen die Konkurrenz, sondern auch ein direktes Kräftemessen innerhalb des dominierenden Teams.

Umso größer war die Bedeutung des Wendepunkts im Rennen. Die Zusammenfassungen sprechen von einem Motor- beziehungsweise Technikdefekt bei Russell, der im WM-Kampf als Schock gewertet wurde. Besonders schwer wog dabei, dass Russell als Führender ausfiel. Statt den Polesieg in dringend benötigte Punkte umzuwandeln, blieb für ihn eine Nullnummer zurück, während Antonelli die sich bietende Chance nutzte und den Grand Prix gewann.

Gerade deshalb wirkt der Ausgang für Mercedes intern so einschneidend. Russell hatte mit seiner Poleposition zunächst das Signal gesetzt, dass er Antonelli auf einer klassischen Fahrerstrecke direkt schlagen kann. Nach dem Rennen blieb davon vor allem die verpasste Gelegenheit. Antonelli dagegen nahm aus genau diesem Szenario das Maximum mit: Er stand wieder ganz vorn, während sein direkter Gegner und Teamkollege leer ausging.

Russell selbst formulierte die Tragweite ungewöhnlich offen. Der Mercedes-Pilot nannte den Ausfall einen schweren Rückschlag und sagte: „Antonelli hat die WM jetzt in der Hand.“ Viel deutlicher lässt sich die Verschiebung im Titelkampf kaum beschreiben. Der Satz ist nicht nur ein Ausdruck der Enttäuschung über einen verlorenen Sieg, sondern auch ein Eingeständnis, wie stark sich das Kräfteverhältnis nach diesem Sonntag verändert hat.

Das passt zu der größeren Entwicklung, die in den Kanada-Berichten mehrfach mitschwingt. Antonelli gewann nicht einfach nur ein weiteres Rennen. Der Grand Prix wurde ausdrücklich als entscheidender Schlag im Titelrennen beschrieben, weil sich der Vorsprung des Italieners weiter vergrößerte. Russell steht dadurch nach einem Wochenende mit Pole, Führung und anschließendem Ausfall im direkten Mercedes-Vergleich massiv unter Druck.

Für den weiteren Saisonverlauf ist genau das die zentrale Folge von Montreal. Solange Antonelli und Russell auf ähnlichem Niveau Punkte sammelten, blieb der teaminterne Kampf offen. Kanada hat diese Balance aufgebrochen. Antonelli verließ den Grand Prix mit dem Sieg und dem psychologischen Vorteil, Russell nur mit dem Gefühl, eine der besten Chancen des Jahres verloren zu haben. Im Titelrennen bedeutet das: Aus einem engen internen Duell ist vorerst ein Kampf geworden, den Antonelli klar diktiert.