Andrea Kimi Antonelli 19: Doppelsieg und WM-Spitze

Mit 19 steht Andrea Kimi Antonelli nach Siegen in China und Japan ganz oben in der WM, als Mercedes‑Pilot hat er in Suzuka von der Pole gewonnen. Laut einem F1.com‑Überblick ist er erst der zehnte Fahrer überhaupt, der seinem ersten Grand‑Prix‑Sieg sofort einen zweiten folgen ließ. In Miami liegt nun der Dreierpack auf dem Tisch. Nur Damon Hill und Mika Häkkinen haben das direkt nach ihrem Premierensieg geschafft, vier Erfolge hintereinander nach dem ersten gab es in der Formel 1 noch nie.

Der Durchbruch kam in Shanghai. Dort holte Antonelli seinen ersten F1‑Triumph, profitierte laut einem Rückblick auf F1.com von den Schwierigkeiten von George Russell und behielt die Nerven. Eine Woche später legte er in Suzuka nach. Pole am Samstag, Sieg am Sonntag, wieder abgeklärt, wieder ohne Patzer. So machte er aus zwei Pole‑Positions in den ersten drei Saisonrennen zwei Siege und führt nun als jüngster Fahrer der Geschichte die Weltmeisterschaft an.

Sein Weg hierhin war unkonventionell und schnell. Mercedes entdeckte den Italiener 2019 im Alter von 12 Jahren und nahm ihn in das Juniorprogramm auf. Nach Titeln in der italienischen F4 und in der Formula Regional setzte ihn das Team 2024 direkt in die Formel 2, der Schritt über die F3 fiel weg. Als der Wechsel von Lewis Hamilton zu Ferrari feststand, gab Mercedes Antonelli das Cockpit für 2025. Seitdem zahlt er das Vertrauen auf der Strecke zurück.

Der Trend, Talente schneller in die Königsklasse zu ziehen, liefert den Rahmen. Max Verstappen übersprang 2015 mit 17 die Formel 2 und stieg direkt von der F3 zu Toro Rosso auf. Aus den wilden Anfangsjahren wurde laut F1.com eine Laufbahn mit vier WM‑Titeln und 71 Siegen. Kimi Räikkönen kam 2001 nach nur 23 Autorennen zu Sauber. Kritiker zweifelten, er antwortete mit Punkten beim Debüt als Sechster in Australien, so fasst es F1.com zusammen.

Arvid Lindblad steht für die jüngste Welle. Der Red‑Bull‑Junior gewann 2024 sein erstes F3‑Rennen als jüngster Sieger, siegte 2025 in der F2, fuhr mit 17 sein erstes F1‑FP1 in Silverstone, wurde für 2026 vollzeitlich bestätigt und holte bei seinem Debüt P8. Den Schritt von der F4 in die F3 beschrieb er als hart, aber machbar. „Es war ein riesiger Sprung, aber genau diese Herausforderung wollte ich“, sagte Arvid Lindblad, Red‑Bull‑Junior und Racing‑Bulls‑Rookie, gegenüber F1.com.

Antonellis Doppelschlag zeigt, wie vorbereitet die besten Talente trotz Tempo wirken können. Die Zahlen ordnen es ein: Nach F1.com ist er der zehnte, der nach dem ersten Sieg gleich wieder gewinnt. Setzt er seine Serie in Miami fort, würde er sich in eine kurze Liste einreihen, die bisher nur Hill und Häkkinen umfasst. Genau das macht die nächsten Tage so spannend. Die Etappen danach werden zeigen, ob der schnelle Aufstieg auch auf Dauer trägt.