Adrian Newey hat die Gerüchte um einen möglichen Wechsel von Christian Horner zu Aston Martin beim Großen Preis von Ungarn zurückgewiesen und betont, dass das Team mit seiner aktuellen Führungsstruktur zufrieden ist.
Auf die Frage nach einer möglichen Wiedervereinigung mit dem früheren Red-Bull-Teamchef sagte Newey gegenüber Medien, darunter RacingNews365: „Ich höre immer wieder diese Gerüchte über Christian. Ich kann dazu nicht mehr sagen, ich weiß darüber eigentlich nichts.“ Direkt danach stellte er die Linie von Aston Martin klar: „Alles, was ich sagen kann, ist, dass wir mit unserem Senior-Management-Team sehr zufrieden sind.“
Newey ließ dabei zwar Raum für kleinere Anpassungen, nicht aber für den Eindruck eines größeren Umbruchs. Man werde „vielleicht ein paar kleine Anpassungen“ vornehmen und in der Organisation der Führungsebene „wahrscheinlich noch ein bisschen mehr justieren“, sagte er. Am vorhandenen Personal ändere das nichts: Aston Martin sei „sehr zufrieden“ mit den Leuten im Team.
Die Spekulationen um Horner halten an, seit er im Juli 2025 bei Red Bull entlassen wurde. Seitdem wurde er mit Aston Martin, Alpine und Gesprächen im Umfeld von BYDs möglichem Projekt für ein zwölftes Formel-1-Team in Verbindung gebracht. Berichten zufolge käme für Horner nur eine Rückkehr infrage, wenn sie in einer noch höherrangigen Position als seiner früheren Rolle als Teamchef und CEO erfolgen würde, etwa als Anteilseigner oder Miteigentümer.
Statt sich auf diese Personalie einzulassen, lenkte Newey den Blick auf Aston Martins laufenden Umbau. Nach dem Saisonauftakt in Australien habe das Team entschieden, die Entwicklung des Autos zunächst zu verlangsamen, um sich auf die internen Grundlagen zu konzentrieren. Es sei darum gegangen, „die Leute zu integrieren, zusammenzubringen, die Kultur zu entwickeln, Werkzeuge zu entwickeln, ein wenig Druck von uns zu nehmen“ und den Entwicklungsweg neu zu bewerten. Dieser Prozess, so Newey, „läuft sehr gut“.
Dieser organisatorische Neustart soll sich nun auch auf der Strecke auszahlen. Newey sprach von einem deutlichen technischen Fortschritt durch das Update in Ungarn sowie die nächsten Ausbaustufen, die in Zandvoort und Baku folgen sollen. Er bremste aber zugleich die Erwartungen: Aston Martin spiele „klar ein großes Aufholspiel“. Das Paket werde den Rennwagen „leider“ nicht zum schnellsten im Feld machen, sei aber „ein guter Schritt vorwärts von dort, wo wir waren“.
Damit bleibt Aston Martins Botschaft trotz der Horner-Gerüchte eindeutig: Der Fokus liegt auf dem eigenen Neuaufbau und einer schrittweisen technischen Aufholjagd, nicht auf einem Umbau der Führungsspitze.
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