McLaren sieht in der ungeplanten Formel-1-Pause vor Miami genau die Chance, die das Team nach dem holprigen Start mit dem MCL40 gebraucht hat. Teamchef Andrea Stella erklärte in Japan und später im Gespräch mit Medien, darunter RacingNews365, dass die fünf Wochen ohne Rennen genutzt werden sollen, um die Aerodynamik zu verbessern, die Nutzung der Mercedes-Power-Unit zu schärfen und den Rückstand auf Mercedes und Ferrari zu verkleinern.
Stella machte nach Suzuka klar, wo McLaren das Auto noch nicht am Limit sieht. „Der MCL40 ist eine Plattform mit sehr hohem Potenzial“, sagte Andrea Stella, McLaren-Teamchef, in Japan. Im selben Kontext beschrieb er aber auch die Schwächen des Autos: „Im Vergleich zu Ferrari und Mercedes haben wir ein kleines Defizit beim Grip“, und: „Ferrari und Mercedes sind in den Kurven schneller als wir.“ Mit Blick auf den Antrieb sagte Stella, McLaren-Teamchef, in Japan: „Im Vergleich zu Mercedes sehen wir, dass wir die Power Unit wahrscheinlich noch nicht ganz ausnutzen.“ Laut Stella weiß McLaren zugleich „genau, was zu tun ist“, und Upgrades, die die aerodynamische Effizienz steigern sollen, würden „in den nächsten Rennen“ kommen.
Dass Stella trotzdem von einer Aufwärtstendenz spricht, liegt auch am Auftritt in Suzuka. Oscar Piastri führte den Japan-GP zunächst an und wurde am Ende Zweiter, nachdem ein Safety Car laut Zusammenfassung in einem ungünstigen Moment kam. Lando Norris kam als Fünfter ins Ziel. Stella wertete dieses Wochenende in Japan als Beleg dafür, dass das Potenzial des Autos da ist. „Von dort aus sollten wir eine positive Entwicklung sehen, und wir sind zuversichtlich, dass McLaren im Laufe der Saison in der Lage sein wird, aus eigener Kraft um Podien und Siege zu kämpfen“, sagte Andrea Stella, McLaren-Teamchef, in Japan.
Die Pause kam aus McLaren-Sicht trotzdem nicht aus sportlicher Planung, sondern wegen der abgesagten Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien. „Zunächst einmal möchte ich sagen, dass wir aus den falschen Gründen frei haben“, sagte Andrea Stella, McLaren-Teamchef, gegenüber Medien inklusive RacingNews365 über die Unterbrechung vor Miami. Er nannte die Pause nach einem „sehr intensiven“ Winter aber willkommen. Im selben Gespräch sagte er, die zusätzliche Zeit gebe McLaren „die Möglichkeit, die Teile zu fertigen, die wir an die Strecke bringen wollen, um unser Auto weiterzuentwickeln und schneller zu machen, vor allem bei der aerodynamischen Performance“. Auch bei der Zusammenarbeit mit Mercedes High Performance Powertrains sieht er einen direkten Nutzen. „Das gibt uns mehr Zeit, mit HPP alle Werkzeuge fertigzustellen, die nötig sind, um die Power Unit auszunutzen“, sagte Andrea Stella, McLaren-Teamchef, gegenüber Medien inklusive RacingNews365.
Diese Entwicklungsphase ist für McLaren besonders wertvoll, weil der Start in die Saison 2026 kaum schlechter hätte laufen können. An den ersten beiden Rennwochenenden ging nur ein einziges McLaren-Auto überhaupt an den Start. Piastri schied in Australien schon auf der Erkundungsrunde aus. In China verhinderten technische Probleme den Start von Piastri und Norris komplett. Stella verwies deshalb auch auf die Belastung im Werk. „Es war einer der intensivsten Winter, an die ich mich in meiner Karriere in der Formel 1 erinnern kann“, sagte Andrea Stella, McLaren-Teamchef, gegenüber Medien inklusive RacingNews365 über die operative Lage. Die Pause gebe den Mitarbeitern auch Zeit, „ein wenig durchzuatmen“.
Dass Miami zum Neustart mit neuer Gewichtsverteilung im Feld werden könnte, erwartet auch Mercedes. „Es könnte gut sein“, sagte Toto Wolff, Mercedes-Teamchef, vor Miami über mögliche Verschiebungen in der Hackordnung. Als Grund nannte er, dass „die Leute jetzt gelernt haben, die Teams gelernt haben“ und dass „die Fahrer anfangen zu lernen, wie sie diese Systeme zu ihrem Vorteil optimieren“. Suzuka sei für ihn schon ein erstes Zeichen gewesen. „Wir haben heute in Japan den ersten Hinweis gesehen, dass das, was in den ersten beiden Rennen wie ein Selbstläufer aussah, nicht der Fall ist“, sagte Toto Wolff, Mercedes-Teamchef, vor Miami. Und er formulierte die Erwartung an Runde vier klar: „Miami wird für mich ein Neustart sein“, sagte Toto Wolff, Mercedes-Teamchef, vor Miami.