Liam Lawson will sich in Monaco nicht auf frühe Gespräche über seine Formel-1-Zukunft 2027 einlassen, machte aber zugleich deutlich, dass er einen neuen Vertrag bei Racing Bulls sofort unterschreiben würde, wenn die Entscheidung bei ihm läge.
Vor dem Grand Prix von Monaco sagte Lawson, es sei „definitiv noch früh“, dieses Thema schon jetzt zu besprechen. Statt sich von Spekulationen um sein Cockpit ablenken zu lassen, richte er seinen Blick auf die Leistungen auf der Strecke. Sein Ziel sei es, „die Konstanz aus dem ersten Teil des Jahres“ mitzunehmen und sie über den Rest der Saison zu halten.
Gerade darin liegt die Spannung seiner Aussagen: Einerseits will Lawson keine langfristige Debatte eröffnen, andererseits machte er unmissverständlich klar, wie seine Präferenz aussieht. Auf die Frage, ob er diesmal lieber nicht wieder bis zum Saisonende auf Klarheit warten würde, sagte der Racing-Bulls-Pilot: „Ja, aber das ist auch nicht meine Entscheidung!“ Lawson fügte hinzu: „Wenn es meine Entscheidung wäre, würde ich jetzt sofort etwas für nächstes Jahr unterschreiben, aber das hängt von vielen Dingen ab.“
Dass er sich eine frühere Entscheidung wünscht, ist auch durch das Vorjahr erklärbar. Lawson musste bis zur letzten Woche der Saison 2025 warten, um zu erfahren, dass er seinen Platz für 2026 behalten würde.
Sein wichtigstes Argument liefert er deshalb über Resultate. 2026 fuhr Lawson bislang auf Rang sieben in China und Kanada sowie auf Rang neun in Japan. Nach den ersten Rennen liegt er damit 11 Punkte vor seinem Teamkollegen Arvid Lindblad.
Ganz ohne Druck ist diese Lage nicht, denn Red Bulls Nachwuchspipeline bleibt ein Faktor für 2027. Als ernsthafter Kandidat gilt derzeit vor allem Formel-2-Pilot Nikola Tsolov. Der 19-Jährige gewann in dieser Saison das Hauptrennen in Australien und das Sprintrennen in Miami und reist als Dritter der F2-Gesamtwertung nach Monaco, 22 Punkte hinter Spitzenreiter Gabriele Minì.
Damit ist Lawsons Linie klar: Noch keine Debatte über 2027, aber auch kein Zweifel daran, dass konstante Ergebnisse und ein sofortiges Ja zu Racing Bulls seine Position im Kampf um das Cockpit stärken sollen.
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