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Lawson und Perez entgehen FIA-Strafen in Spielberg

Die Stewards haben Liam Lawson und Sergio Perez nach dem Österreich-Grand-Prix trotz bestätigter Regelverstöße ohne Strafe gelassen, weil Lawsons Manöver am Boxenausgang als angemessen bewertet wurde und Perez’ Vergehen nach seinem Ausfall keine sportliche Wirkung mehr entfalten konnte.

Bei Lawson ging es um einen Verstoß im Zusammenhang mit einem Probestart vor dem Rennen am Red Bull Ring. In der Begründung der FIA heißt es, dass Auto 30 sich für einen Probestart positionieren wollte, dabei aber auf ein anderes Fahrzeug traf, das am Boxenausgang stehen geblieben war. Beim Vorbeifahren an diesem Auto und dem anschließenden Wieder-Platzmachen, nachdem sich das andere Fahrzeug wieder in Bewegung gesetzt hatte, überquerte Lawson bei langsamer Fahrt die weiße Linie am Boxenausgang. Danach fuhr er erneut über die Linie, um den Probestart wie ursprünglich geplant durchzuführen.

Die Stewards hielten ausdrücklich fest, dass dabei zwar „technically, a rules violation had occurred“, verzichteten aber dennoch auf eine Sanktion. In ihrem Beschluss schrieben sie: „The Stewards determine that, albeit a breach technically occurred, the actions taken by the driver of Car 30 were appropriate given the circumstances and therefore do not apply any penalty.“

Perez wurde wegen eines Verstoßes beim Rennstart untersucht. Laut Entscheidungsdokument hatte sich sein Cadillac bewegt, bevor das Startsignal gegeben worden war. Normalerweise zieht ein solcher Frühstart eine Fünf-Sekunden-Strafe nach sich, die laut FIA nicht in eine Gridstrafe für das nächste Rennen umgewandelt wird.

Im Fall von Perez verzichteten die Stewards jedoch ebenfalls auf eine Strafe, weil das Auto zum Zeitpunkt der Meldung bereits aus dem Rennen ausgeschieden war. Perez war in Runde 71 wegen überhitzter Bremsen ausgefallen. Im Beschluss heißt es, dass „normally a 5-second time penalty would apply“, aber da „the car had already retired“ und es daher „does not seem appropriate to apply any time penalty“, keine Strafe verhängt werde.

Damit blieb das sportliche Ergebnis des achten Formel-1-Laufs 2026 in Spielberg trotz zweier bestätigter Verstöße unverändert, weil die FIA in beiden Fällen die konkreten Umstände und den sportlichen Effekt höher bewertete als die formale Regelverletzung.