Die Formel 1 arbeitet nach Informationen von RacingNews365 an einem gemeinsamen Launch-Event vor der Saison 2027 und will daraus langfristig einen festen Termin im Kalender machen. Intern wird demnach bereits detailliert über eine Neuauflage des Formats gesprochen, das künftig jedes Jahr an einem anderen Ort stattfinden könnte.
Als möglicher Termin gilt Anfang Februar 2027, als vorgesehener Austragungsort wird Mailand genannt. Eine offizielle Bestätigung für die Veranstaltung gibt es bislang allerdings nicht. Nach übereinstimmenden Informationen aus dem F1-Paddock ist das Projekt hinter den Kulissen aber deutlich konkreter als eine bloße Idee.
Damit würde die Formel 1 an das Format anknüpfen, das sie 2025 in London erprobt hatte. Damals kamen alle Teams in der O2 Arena zu einer gemeinsamen Präsentation zusammen und stellten ihre neuen Autos beziehungsweise Lackierungen in einem Showformat vor. In der internen Bewertung gilt dieses Event laut RacingNews365 als großer Erfolg bei Teams und Fans.
Genau dieser Zuspruch ist ein wesentlicher Grund dafür, dass die Serie nun mehr als nur eine einmalige Rückkehr prüft. Die Überlegungen zielen demnach nicht allein auf 2027, sondern auf eine dauerhafte Etablierung eines offiziellen Saison-Launches. Nach dem aktuellen Planungsstand soll die Veranstaltung jedes Jahr wiederkehren und dabei jeweils an einem anderen Standort ausgetragen werden.
Dass es 2026 keine direkte Fortsetzung gab, obwohl das erste gemeinsame Event positiv aufgenommen wurde, lag laut RacingNews365 nicht an mangelndem Interesse. Ausschlaggebend waren vielmehr die kurze Winterpause und die Einführung neuer technischer Regeln, die keinen organisatorischen Spielraum für ein weiteres gemeinsames Team-Event ließen.
Gerade deshalb ist der Blick auf 2027 in sportpolitischer und vermarktungstechnischer Hinsicht relevant. Sollte die Formel 1 den Plan umsetzen, bekäme der Saisonstart einen neuen festen Rahmen, der die Teams schon vor dem ersten Test und dem ersten Grand Prix gemeinsam auf eine zentrale Bühne bringt. Für die Serie wäre das ein weiterer Schritt, ein ursprünglich einmaliges Format in eine dauerhafte Tradition zu verwandeln.
© Jonathan Borba