Jean Alesi hat Ferraris Wandel in wenigen Sätzen auf den Punkt gebracht. Nach seiner eigenen harten Abrechnung mit 2025 spricht der frühere Ferrari-Fahrer jetzt von einem Team, das 2026 mit „einem echten Ferrari-Auto“ in die Saison gekommen sei. Im Exklusivinterview mit RacingNews365 sagte Alesi, Ferrari sei unter Teamchef Fred Vasseur „auf dem richtigen Weg“ und nach den ersten drei Rennen der nächste Verfolger von Mercedes.
Gerade deshalb fällt seine neue Einschätzung auf. Alesi hatte die Ferrari-Saison 2025 bereits öffentlich als Desaster bezeichnet. „Am Ende der Saison, als sie mich gefragt haben, wie die Ferrari-Saison war, sagte ich: ,eine Katastrophe‘“, sagte Alesi, ehemaliger Ferrari-Fahrer, im Exklusivinterview mit RacingNews365. „Es war eine Katastrophe, aber ich habe nichts Falsches gesagt. Ich habe nur die Fakten beschrieben.“ Jetzt klingt er ganz anders. „Ich bin sehr zufrieden mit der Art, wie sie in die Saison gestartet sind, weil sie mit einem echten Ferrari-Auto gekommen sind. Ich bin sehr beeindruckt“, sagte Alesi, ehemaliger Ferrari-Fahrer, im Exklusivinterview mit RacingNews365.
Ferrari steht nach drei Rennen mit 90 Punkten und drei Grand-Prix-Podien auf Platz zwei der Konstrukteurswertung, 45 Punkte hinter Mercedes. Laut den vorliegenden Saisonständen hat Mercedes alle drei Grands Prix sowie den Sprint in China gewonnen. Alesi sagte RacingNews365, Ferrari sei in diesen ersten Rennen „meistens am nächsten dran“ gewesen. Den SF-26 ordnete er klar ein: „Alles hängt von der Entwicklung des Autos ab, denn sie haben sich mit einem guten Auto präsentiert. Besser als die meisten anderen, aber ein bisschen unter Mercedes“, sagte Alesi, ehemaliger Ferrari-Fahrer, im Exklusivinterview mit RacingNews365.
Den größten Anteil an dieser Wende schreibt Alesi Vasseur zu. „Fred macht seit dem ersten Tag einen super Job“, sagte Alesi, ehemaliger Ferrari-Fahrer, im Exklusivinterview mit RacingNews365. Er beschrieb die Aufgabe eines Teamchefs als extrem komplex und sagte über Ferrari: „Bei Ferrari ist es noch einmal eine ganz andere Geschichte. Es ist um 100 Prozent vervielfacht.“ Nach Alesis Darstellung hat Vasseur die Struktur umgebaut, das Team neu organisiert und mehrere Bereiche gestärkt.
Alesi machte auch klar, dass Ferrari nicht durch eine einzelne Personalie wieder nach vorn gekommen sei. „Im Moment gibt es nicht eine einzige Person, die in einer Formel-1-Struktur den Unterschied machen kann“, sagte Alesi, ehemaliger Ferrari-Fahrer, im Exklusivinterview mit RacingNews365. „Du brauchst in jedem Bereich einen großen technischen Experten.“ Als sichtbares Zeichen dieses neuen Ansatzes verwies er gegenüber RacingNews365 auf die zurückgekehrte technische Kreativität, darunter den sogenannten „Macarena“-Flügel. Zugleich sagte er, Vasseur sei im vergangenen Jahr „sehr verärgert“ gewesen, weil die Kritik „am Team und an ihm selbst“ „das Gleichgewicht des Teams komplett zerstört“ habe.
Für den Rest der Saison sieht Alesi deshalb eine Basis, aber keinen Selbstläufer. „Es ist eine lange Meisterschaft. Alles hängt von der Entwicklung des Autos ab“, sagte Alesi, ehemaliger Ferrari-Fahrer, im Exklusivinterview mit RacingNews365. Er verwies auch auf McLaren und Red Bull, vor allem wegen Max Verstappen.
Bei den Fahrern hat er keine Zweifel. Über Lewis Hamilton sagte Alesi, ehemaliger Ferrari-Fahrer, im Exklusivinterview mit RacingNews365: „Er hat sieben WM-Titel gewonnen. Es ist immer noch gut für ihn, Teil der Entwicklung eines großen Projekts zu sein.“ Die Kritik der italienischen Presse an Hamilton hielt Alesi laut seiner Aussage für ungerecht. „Wir haben in China gesehen, wir haben in Melbourne gesehen, dass er da ist“, sagte Alesi, ehemaliger Ferrari-Fahrer, im Exklusivinterview mit RacingNews365. Charles Leclerc ordnet er ganz oben ein. „Max und Charles sind für mich die Besten“, sagte Alesi, ehemaliger Ferrari-Fahrer, im Exklusivinterview mit RacingNews365. Auf die Frage, ob Ferraris Fahrerduo bereit für den Titelkampf sei, antwortete er laut RacingNews365: „Ja, sicher.“