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Williams bringt Albon und Sainz zu Marvel

Williams hat eine erstmals angekündigte Zusammenarbeit mit Marvel vorgestellt, die Alex Albon, Carlos Sainz und Teamchef James Vowles weit über die Formel-1-Strecke hinaus in Szene setzt: In einem Sondercomic treten die drei während einer laufenden Saison gegen Doctor Doom an, der laut Team den Rennkalender bedroht. Der Verkauf der ersten Spezialausgabe beginnt beim Grand Prix von Monaco im Juni.

Damit setzt Williams nicht auf eine klassische Fanaktion rund um ein einzelnes Rennen, sondern auf ein eigenes Crossover mit dem Marvel-Universum. In der Geschichte stehen Albon, Sainz und Vowles vor ihrer "größten Herausforderung bisher", unterstützt von Iron Man, Black Widow, Captain America und weiteren Marvel-Figuren. Das Team bezeichnet das Heft als ein "first-of-its-kind comic".

Für Williams ist das Projekt vor allem ein Vermarktungsschritt mit internationaler Reichweite. Der Startschuss fällt schon am Miami-Grand-Prix-Wochenende, wo Fans das Heft in der Williams Fan Zone vorbestellen können. Dort plant das Team auch ein Marvel-Mural sowie eine große Fotoaktion im Stil eines Comic-Covers, um die Kooperation sichtbar in das Eventprogramm einzubinden.

Danach soll die Kampagne über mehrere Stationen des Kalenders weitergetragen werden. Neben Monaco sind exklusive Variant-Cover für Silverstone, Madrid, Singapur, Austin und Las Vegas vorgesehen. Im Oktober soll das Comic dann auch in Comicläden in den USA in den Verkauf gehen. Williams verknüpft damit seine wichtigsten Rennwochenenden mit einem Produkt, das gezielt auch außerhalb des klassischen F1-Publikums funktionieren soll.

Luke Timmins, Merchandise- und Licensing-Direktor des Atlassian Williams F1 Team, sagte in der Teammitteilung: „Alex und Carlos sind für unsere Millionen Fans bereits Helden, und jetzt können sie das auch gedruckt beweisen, indem sie sich mit den Marvel-Superhelden zusammentun, um den Rennsport vor Doctor Doom zu retten.“

Timmins machte auch klar, worauf die Kooperation aus Sicht des Teams abzielt. Man sei stolz darauf, „diese beiden Universen zum ersten Mal zusammenzubringen“, und hoffe, den Fans damit „eine neue Möglichkeit“ zu geben, das Williams-Team zu entdecken und sich dafür zu begeistern. Für den Start in Miami nannte er den Ort den idealen Rahmen für eine so ungewöhnliche Zusammenarbeit und betonte mit Blick auf die Sondercover rund um die Welt, „die Geschichte fängt gerade erst an“.

Auch James Vowles ordnete das Projekt als mehr als nur ein Lizenzprodukt ein. Der Williams-Teamchef schrieb in einem Social-Media-Post, Fans könnten die Zusammenarbeit mit Spezialcovern bei mehreren Grands Prix der Saison feiern, beginnend in Monaco und später in Comicläden in den USA im Oktober. Für Vowles ist die Marvel-Kooperation deshalb ein „landmark moment for the team“.

Genau darin liegt die eigentliche Bedeutung des Projekts für Williams: Das Team macht aus seinen Fahrern und seinem Teamchef Figuren einer Popkultur-Marke von globaler Reichweite und nutzt die Saison selbst als Bühne. Albon, Sainz und Vowles werden damit nicht nur als Protagonisten auf der Strecke vermarktet, sondern als Gesichter eines Formats, mit dem Williams neue Zielgruppen erreichen und seine Marke über den Rennkalender hinaus ausbauen will.