Otmar Szafnauer plant F1-Rückkehr mit US-Investoren

Otmar Szafnauer treibt ein Formel‑1‑Comeback voran, aber nicht über Van Amersfoort Racing. Laut RacingNews365 steht hinter seinem Projekt eine bislang nicht identifizierte US‑Investorengruppe, während die FIA derzeit kein Bewerbungsverfahren für neue Teams geöffnet hat. Szafnauer ist seit kurzem CEO und Managing Partner bei Van Amersfoort Racing, zuvor leitete er Teams bei BAR/Honda, Force India/Racing Point, Aston Martin und Alpine.

RacingNews365 berichtet unter Berufung auf Quellen mit „guter Kenntnis der Lage“, dass nicht Van Amersfoort Racing, sondern diese US‑Gruppe den Antrieb liefert. Diese Quellen sagten: „Die US‑Gruppe strebt entweder bedeutende Anteile an einem F1‑Team, die Gründung eines eigenen Teams oder eine Komplettübernahme an“, und weiter: „Projekte wie IndyCar oder Hypercar sind viel leichter und schneller umzusetzen“ (Quellen mit guter Kenntnis der Lage, zitiert von RacingNews365 in einem Bericht).

Szafnauer bekräftigte den Vorstoß selbst. Er sagte: „Wir haben die Gründung eines F1‑Teams erwogen, und wenn es eine interessante Möglichkeit gibt, könnten wir einsteigen, oder wir könnten auch in ein bestehendes Team investieren“ (Otmar Szafnauer, ehemaliger F1‑Teamchef, in einem Interview). Zur jüngsten Vergangenheit erklärte er: „Wir hatten zuvor geprüft, als elftes Team einzusteigen, aber dieser Platz ging an Cadillac. Wenn sich in Zukunft die Möglichkeit für ein zwölftes Team öffnet, wollen wir auch dafür antreten“ (Otmar Szafnauer, ehemaliger F1‑Teamchef, in einem Interview).

Auf Nachfrage zu einem möglichen neuen Team teilte der Weltverband mit: „Derzeit ist zwischen der FIA und der Formel 1 kein Verfahren zur Interessenbekundung für ein neues Team formell eröffnet“ (FIA, Weltverband, in einer offiziellen Antwort auf Nachfrage). Laut RacingNews365 ist damit unklar, wann ein neues Bewerbungsfenster überhaupt wieder aufgehen könnte.

Parallel schaut Szafnauer auf schnellere Wege in Nordamerika und in den Sportwagensport. Er sagte: „Wir werden uns in eine Richtung erweitern, die den Wert der Organisation insgesamt erhöht, dazu gehört die Prüfung von IndyCar‑Teams und Sportwagen. Wir denken eher kurzfristig, nicht langfristig“ (Otmar Szafnauer, ehemaliger F1‑Teamchef, in einem Interview). Speziell zur IndyCar fügte er an: „Wenn man übernimmt, sollte es ein Team mit Charter sein. Es gibt mehrere Dinge zu bedenken“ (Otmar Szafnauer, ehemaliger F1‑Teamchef, in einem Interview).

RacingNews365 ordnet ein, dass Van Amersfoort Racing, ein seit 51 Jahren bestehendes Juniorteam, trotz der Gerüchte voraussichtlich in den Nachwuchsklassen bleibt und weder in der Formel 1 noch in IndyCar oder im Sportwagensport antreten wird. Der Antrieb für ein mögliches F1‑Engagement kommt laut dem Bericht damit klar von der US‑Investorenseite, nicht von VAR.