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Oscar Piastri behält P4 nach FIA-Entscheidung

Oscar Piastri darf seinen vierten Platz beim Grand Prix von Österreich behalten, nachdem die FIA nach der Untersuchung seines Verhaltens auf den Erkundungsrunden vor dem Start keine weitere Maßnahme ergriffen hat. Die Stewards kamen zu dem Schluss, dass der McLaren-Pilot dabei „klar innerhalb der vorgegebenen Delta-Zeit“ geblieben war.

Piastri war nach dem Rennen am Red Bull Ring für 17:10 Uhr Ortszeit zu den Stewards bestellt worden. Der Vorwurf lautete auf einen mutmaßlichen Verstoß gegen Artikel 12.2.1.i des International Sporting Code sowie auf die Nichtbeachtung der Event Notes des Renndirektors wegen „unnötig langsamen Fahrens während der Erkundungsrunden“.

Der Fall fiel vor allem deshalb auf, weil es nicht um ein Manöver im Rennen oder eine Kollision ging, sondern um Piastris Tempo auf dem Weg in die Startaufstellung vor dem eigentlichen Startprozedere. Gerade diese Phase überwacht die FIA genau, weil die Fahrer dabei ein ausreichendes Tempo halten müssen, damit der Ablauf auf der Strecke nicht gestört wird.

Nach der Anhörung von Piastri und einem McLaren-Vertreter sowie der Auswertung von Videoaufnahmen, Zeitdaten und Onboard-Material stellte die FIA den Fall ein. In der Begründung der Stewards hieß es: „Die Stewards hörten den Fahrer des Autos 81, Oscar Piastri, den Teamvertreter an und überprüften Videos, Zeiten und interne Bilder des Autos. Nach der Analyse der Bilder war ersichtlich, dass das Auto klar innerhalb der vorgegebenen Delta-Zeit lag. Daher ergreifen die Stewards keine weiteren Maßnahmen.“

Damit blieb Piastris Ergebnis in Spielberg unangetastet. Der Australier hatte sich von Startplatz sieben auf Rang vier vorgearbeitet und damit sein bestes Resultat seit Platz drei in Miami eingefahren. Zugleich beendete er das Rennen vor seinem McLaren-Teamkollegen Lando Norris.

Für McLaren änderte die Entlastung zwar nichts am grundsätzlichen Eindruck des Wochenendes, verhinderte aber, dass ein ohnehin durchwachsener Auftritt noch weiter beschädigt wurde. Das Team spielte nicht um das Podium mit, während andere Spitzenteams den Sieg unter sich ausmachten, sodass Piastris gesicherter vierter Platz zumindest das sportliche Maximum des Sonntags für McLaren festschrieb.