„Sie haben einen Fahrer ersetzt, noch bevor die Saison überhaupt begann.“ Mit diesem Vorwurf stellt Mick Doohan Alpines Umgang mit Jack Doohan infrage. Der fünfmalige Motorrad-Weltmeister und Vater von Jack Doohan sprach mit Marca. Nach nur sechs Grands Prix der Formel-1-Saison 2025 setzte Alpine den Australier ab und gab Franco Colapinto das Cockpit neben Pierre Gasly.
Der Ablauf war eng getaktet. Jack Doohan debütierte beim Saisonfinale 2024 in Abu Dhabi für Alpine und ging 2025 als Stammfahrer an den Start. Im Januar 2025 holte Alpine jedoch Williams-Talent Franco Colapinto als Reserve. Nach dem sechsten Rennen, nach Miami, folgte der Tausch: Doohan wurde zum Reservefahrer zurückgestuft, Colapinto übernahm das Auto. Anfang 2026 verließ Doohan das Team.
Mick Doohan hielt mit seiner Kritik nicht zurück. „Ich kann dazu wirklich nicht viel sagen, aber ich finde, es war unfair. Es war von Anfang an so. Sie haben einen Fahrer ersetzt, noch bevor die Saison überhaupt begann. Und im Grunde war das alles“, sagte Mick Doohan, Motorsport-Legende und Vater von Jack Doohan, im Interview mit Marca. Für ihn steht die Grundlinie fest: Alpine habe schon vor dem ersten Startschuss eine Richtung gewählt, die seinen Sohn nicht mehr einschloss.
Auch die Vertragsebene sprach er an. „Mein Sohn hatte einen langfristigen Vertrag, er war der erste Juniorfahrer von Alpine, der es bis dorthin geschafft hatte. Es war klar, aus Gründen, die ich nicht nennen kann, dass eine andere Richtung eingeschlagen wurde“, sagte Mick Doohan, Motorsport-Legende und Vater von Jack Doohan, im Interview mit Marca. Damit widerspricht er dem Eindruck, es habe sich um eine reine Formentscheidung nach einem kurzen Frühjahrsabschnitt gehandelt.
Sportlich lief 2025 wenig zusammen. Beim strauchelnden Alpine-Team holten weder Jack Doohan noch Franco Colapinto WM-Punkte, beide verursachten mehrere kostspielige Unfälle. Der Wechsel änderte am Tabellenstand nichts, er veränderte nur die Fahrerpaarung.
Jack Doohan richtet den Blick nun nach vorn. „Er fährt jetzt in Barcelona, bei der European Le Mans, in einem Rennwagen. Er ist jetzt bei Haas F1 als Reservefahrer, er versucht ein Stammcockpit zu sichern und mit einem Team, das sich stärker an Verträge hält“, sagte Mick Doohan, Motorsport-Legende und Vater von Jack Doohan, im Interview mit Marca. Der 23-Jährige hält sich also im Formel-1-Umfeld fit und sammelt parallel Rennkilometer im Prototypensport.
Alpine selbst hat sich zu den Vorwürfen in diesem Rahmen nicht geäußert. Die Abfolge ist klar, die Deutung bleibt umstritten: Für Mick Doohan begann die Geschichte vor dem ersten Rennen, für die Ergebnisliste zählte nur, dass 2025 bei Alpine keine Punkte auf die Uhr kamen.