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Jean Alesi nach Monaco-Crash ohne Rennstart

Jean Alesi hat beim Historic Grand Prix von Monaco den Start zum Series-D-Rennen verpasst, nachdem er am Freitag mit einem Ferrari 312 von 1969 an der Nouvelle Chicane verunglückt war und vor dem Lauf am Sonntag noch ein weiteres technisches Problem auftrat.

Damit wurde aus einem zunächst beherrschbar wirkenden Trainingsrückschlag ein komplettes Wochenende ohne Renneinsatz. Der frühere Formel-1-Fahrer kehrte nach dem Unfall zwar am Samstag in Monte Carlo auf die Strecke zurück, doch das reparierte Auto blieb bis zum Sonntag nicht einsatzbereit.

Alesi verlor den Ferrari 312 am Freitag nach dem Tunnel beim Anbremsen der Nouvelle Chicane. Der Wagen drehte sich, rutschte in die Auslaufzone und schlug mit der Nase in die innere Leitplanke vor der Links-rechts-Passage ein. Dabei wurde die Front des historischen Ferrari beschädigt, Trümmerteile verteilten sich auf der Strecke. Alesi blieb bei dem Einschlag unverletzt.

Der Unfall traf ein besonders auffälliges Fahrzeug des Wochenendes. Alesi war in einem Ferrari 312 in Spezifikation von 1969 unterwegs, also einem Formel-1-Auto aus jener Ära, die im Series-D-Rennen des Historic Grand Prix vertreten ist. Diese Klasse umfasst Drei-Liter-Formel-1-Wagen aus den Jahren 1966 bis 1972.

Nach dem Crash arbeiteten die Mechaniker von Methusalem Racing daran, den Ferrari wieder fahrbereit zu machen. Das gelang zunächst offenbar auch. Alesi konnte am Samstag wieder auf die Strecke gehen und bedankte sich danach in einem Social-Media-Post bei seiner Mannschaft mit den Worten: „Danke an mein fantastisches Team. Bis morgen.“

Diese Zuversicht hielt jedoch nicht bis zum Rennstart. Vor dem Series-D-Lauf entwickelte das Auto laut den vorliegenden Informationen ein separates technisches Problem, das nichts am Umstand änderte, dass der 61-Jährige am Sonntag nicht auf seinen Startplatz fahren konnte. Der Schaden vom Freitag war damit zwar behoben, das Wochenende für Alesi aber trotzdem verloren.

Er war nicht der einzige Fahrer, der am Ende fehlte, doch sein Ausfall stand besonders im Fokus, weil ihm bereits der Unfall vom Freitag einen erheblichen Rückschlag eingebracht hatte. Das Rennen selbst wurde schließlich von Michael Lyons im Surtees TS9 von der Pole-Position aus angeführt.

Für Alesi bleibt damit vor allem die bittere Pointe eines doppelten Ausfalls: erst der Einschlag in der Trainingsphase, dann der Nicht-Start trotz erfolgreicher Reparaturarbeit. Gerade bei einem Stadtkurs wie Monaco, auf dem jede Runde und jedes Zeitfenster zählt, verwandelte sich ein reparabler Schaden innerhalb von zwei Tagen in ein komplett verpasstes Rennwochenende.