Stefano Domenicali rechnet damit, dass die Formel 1 zusammen mit der FIA und den Teams noch vor dem Grand Prix von Miami am 2026er Reglement nachschärft. Der F1-CEO machte im Gespräch mit Autosport klar, dass es nicht um einen hektischen Kurswechsel geht, sondern um schnelle Eingriffe an den Stellen, an denen die neuen Regeln schon jetzt Probleme zeigen, vor allem im Qualifying.
Domenicali sagte als Formel-1-CEO im Interview mit Autosport, er akzeptiere „die Kritik“ an „bestimmten Situationen, die wir managen müssen, vor allem was das Qualifying betrifft“. Er erklärte: „Das Qualifying war immer der Moment, in dem der Fahrer alles geben und sehen muss, wo die physischen Grenzen des Autos und des Fahrers wirklich liegen“, sagte Domenicali, Formel-1-CEO, im Interview mit Autosport. Laut Domenicali arbeiten Formel 1, Teams und Fahrer „in diesen Wochen“ unter Koordination der FIA daran, den richtigen Anpassungspunkt zu finden, ohne die grundsätzliche Richtung des Reglements aufzugeben. „Wir gehen das auf die richtige Weise an, ohne Panik, mit einer soliden Basis und mit verschiedenen Optionen“, sagte Domenicali, Formel-1-CEO, im Interview mit Autosport.
Der Druck kommt aus den ersten drei Rennen und aus einem Problem, das mit dem 50/50-Konzept der neuen Power Units immer sichtbarer wurde. In Australien und Japan war laut den Zusammenfassungen zu sehen, dass die Fahrer wegen Lift-and-Coast und Super-Clipping keine komplette Runde voll attackieren konnten. Selbst bei Vollgas verlor das Auto zeitweise Leistung, um Energie zurückzugewinnen. Dazu kamen Sicherheitsfragen, nachdem Oliver Bearman in Suzuka verunfallte, als er einem verlangsamten Auto ausweichen musste.
Domenicali verteidigte trotzdem den Grundgedanken der Regeln. „Es ist sehr wichtig, sich daran zu erinnern, warum wir das Reglement als gesamtes Ökosystem geändert haben“, sagte Domenicali, Formel-1-CEO, im Interview mit Autosport. Er verwies darauf, dass die Hersteller vor fünf Jahren laut seiner Darstellung eine 50/50-Verteilung zwischen Verbrenner und Elektrifizierung als richtigen Weg sahen. Gleichzeitig räumte er ein, dass nachgebessert werden muss. „Zweifellos muss das Reglement verbessert werden, wie immer, wenn etwas völlig neu ist“, sagte Domenicali, Formel-1-CEO, im Interview mit Autosport.
Wie schnell das gehen kann, deutete Alan Permane an. Der Teamchef von Racing Bulls sagte zu den laufenden Gesprächen zwischen FIA, Formel 1 und Teams, Änderungen seien „sehr gut möglich“ schon in Miami. Wegen des Sprintformats dort dürfte der erste Schritt aber klein ausfallen. Permane erklärte, Miami biete mit nur einer Trainingsstunde vor dem Sprint-Qualifying kaum Zeit, um technische Änderungen sauber zu bewerten. Deshalb erwartet er eher „einige einfachere und weniger riskante“ Lösungen in Miami, bevor weitere Ansätze in Montreal ausprobiert werden. Für ein größeres Paket sieht er Barcelona eher als ersten echten Prüfstand.
Permane machte auch klar, wie heikel die technische Abwägung ist. Eine Verringerung von Boost-Effekten oder der Zusatzenergie im Windschatten würde die Annäherungsgeschwindigkeiten laut Permane „zweifellos“ senken, könnte aber auch das Überholen erschweren. Beim Thema Lift-and-Coast sieht er dieselbe Balance. „Ich glaube nicht, dass irgendjemand die Autos deutlich langsamer machen will“, sagte Permane, Teamchef von Racing Bulls, im Kontext möglicher technischer Gegenmaßnahmen. Nach seiner Darstellung sucht die FIA deshalb vorsichtig nach einer Lösung zwischen Sicherheit, Performance und dem Rennbild.