Ralf Schumacher: Red Bull keine Option für Leclerc

Ralf Schumacher rät Charles Leclerc klar von Red Bull ab. Der Sky‑Experte sieht das Team sportlich und strukturell wackeln, während Max Verstappen öffentlich über seine Zukunft spricht. Nach drei Rennen 2026 liegt Red Bull nur auf Platz sechs der Konstrukteurs‑WM, hinter Haas und Alpine. Das ist der Rahmen, in dem Schumacher sagt: „Red Bull ist in der aktuellen Situation nicht wirklich eine Option. Das ist jetzt wieder ein Langzeitprojekt. Die Mannschaft ist im Moment ein bisschen durcheinander, es ist chaotisch, und es gibt keine ordentliche Außenkommunikation“ (Ralf Schumacher, Sky‑Experte und Ex‑F1‑Pilot, im Sky‑Deutschland‑Podcast Backstage Boxengasse).

Schumacher hält einen Wechsel Leclercs deshalb für falsch. „Ich weiß nicht, ob es Sinn ergibt, dass Charles Leclerc ein Team verlässt, das jetzt gerade anfängt zu funktionieren. Eigentlich nicht empfehlenswert“ (Ralf Schumacher, Sky‑Experte und Ex‑F1‑Pilot, im Sky‑Deutschland‑Podcast Backstage Boxengasse). Er verwies dabei auch auf fehlende Klarheit in der Führung und die Außendarstellung, die seiner Ansicht nach seit Monaten schwankt.

Seine Kritik untermauert Schumacher mit dem schwachen Auftakt. „Da geht es ein bisschen drunter und drüber“, sagte er zur Lage bei Red Bull (Ralf Schumacher, Sky‑Experte und Ex‑F1‑Pilot, im Sky‑Deutschland‑Podcast Backstage Boxengasse). Drei Rennen, Rang sechs, das Werksteam hinter Kundenteams wie Haas und Alpine, das ist der Befund nach dem ersten Block.

Technisch nimmt Schumacher Pierre Wache ins Visier, seit Adrian Neweys Abschied verantwortlich für das Konzept. „Aus meiner Sicht sind die Schuhe zu groß für ihn“, sagte Schumacher und erinnerte daran, dass der RB21 in Phasen 2025 „unfahrbar“ gewesen sei. Über 2026 urteilte er: „Offensichtlich ist das Auto ein Desaster. Wie oft haben wir Max Verstappen in letzter Zeit neben der Strecke gesehen? Das gab es vorher nie“ (Ralf Schumacher, Sky‑Experte und Ex‑F1‑Pilot, im Sky‑Deutschland‑Podcast Backstage Boxengasse).

Verstappen selbst ließ die Unsicherheit wachsen. Nach P11 im Qualifying in Japan sagte er: „Ich rege mich darüber nicht mehr auf. Ich bin darüber nicht mehr enttäuscht oder frustriert … es gibt für mich persönlich vieles zu klären“ (Max Verstappen, vierfacher Weltmeister und Red‑Bull‑Fahrer, in Medienrunden nach dem Japan‑Qualifying). Einen Tag später legte er nach: „Ich denke über alles in diesem Fahrerlager nach … Man fragt sich, ob es das wert ist. Oder ob ich es mehr genieße, zu Hause bei meiner Familie zu sein, meine Freunde öfter zu sehen, wenn man seinen Sport nicht genießt“ (Max Verstappen, vierfacher Weltmeister und Red‑Bull‑Fahrer, in einer Medienrunde 24 Stunden später).

Die Trennung von Gianpiero Lambiase, der zu McLaren wechselt, heizt den Fahrermarkt weiter an. Schumacher sprach von einem möglichen „sensationellen Wechsel“ Verstappens zu McLaren an die Seite seines langjährigen Renningenieurs oder sogar einem Ausstieg aus der Formel 1 (Ralf Schumacher, Sky‑Experte und Ex‑F1‑Pilot, im Gespräch mit Sky Sports Germany). Laut Schumacher gibt es in Verstappens Vertrag eine angebliche Performance‑Klausel, die einen Ausstieg erlauben könnte, falls er bis zur Sommerpause nicht in den Top 2 liegt. Nach drei Rennen steht Verstappen auf Platz neun mit 12 Punkten, wie Schumacher anmerkte (Ralf Schumacher, Sky‑Experte und Ex‑F1‑Pilot, im Gespräch mit Sky Sports Germany).