Monza: 40 Mio. Modernisierung bis 2027 für F1

Nahezu einstimmiges Go in Monza für ein 40-Millionen-Euro-Upgrade mit klarer Deadline: Bis zum Grand Prix 2027 soll das Autodromo Nazionale Monza den aktuellen Formel-1-Anforderungen entsprechen. Auf dem Spiel steht laut Streckenführung ein jährlicher wirtschaftlicher Effekt von rund 250 Millionen Euro für Region und Land.

Der Stadtrat von Monza hat am 9. April das Investitionspaket beschlossen. Es umfasst drei große Bausteine. Über dem Boxengebäude entsteht eine dauerhafte Überdachung von mehr als 5.000 Quadratmetern, weitgehend verglast und mit Photovoltaik, um permanente High-End-Hospitality an die Stelle der pro Grand Prix aufgebauten Provisorien zu setzen. Dazu kommt ein neues Pressezentrum von etwa 1.794 Quadratmetern für Medien, FIA-Büros und Catering. Drittens entsteht im Bereich Parco Chiuso nahe des Medical Centers eine zweistöckige, technologisch modernisierte Rennleitung.

Laut dem vom Stadtrat verabschiedeten Zeitplan beginnt der Bau des Pressezentrums in den kommenden Tagen. Die übrigen Hauptmaßnahmen starten nach dem Großen Preis von Italien 2026. Fertig sein muss alles bis zum Grand Prix 2027. Der Kalender der Arbeiten ist so gelegt, dass die Austragung der Rennen möglichst wenig beeinträchtigt wird.

Giuseppe Redaelli, Präsident des Autodromo Nazionale Monza, sagte in einer Stellungnahme nach der Abstimmung: "Wir sind äußerst zufrieden mit dem Ergebnis des Beschlusses im Stadtrat. Er markiert einen entscheidenden Moment für die Zukunft unserer Anlage. Der nahezu einstimmige Konsens beim Votum belegt den gemeinsam getragenen Wert dieses Projekts und das Bewusstsein für die strategische Bedeutung des Autodromo für die Region und für das Land, auf das eine Wertschöpfung von rund 250 Millionen Euro zurückfließt."

In derselben Stellungnahme sagte Redaelli, Präsident des Autodromo Nazionale Monza: "Gerade dank dieser Zusammenarbeit zwischen nationalen und regionalen Institutionen können wir künftige Herausforderungen mit Zuversicht angehen. Diese Zusammenarbeit muss erhalten und weiter gestärkt werden, damit Kontinuität, Entwicklung und eine stabile Zukunft für das Autodromo Nazionale Monza gewährleistet werden und seine zentrale Rolle im internationalen Motorsport erhalten bleibt."

Die Modernisierung gilt laut Berichterstattung als Voraussetzung dafür, dass Monza seinen Platz im Formel-1-Kalender behauptet. Die Serie verlangt vermehrt moderne Infrastruktur, während neue Strecken hinzukommen. Verzögerungen bei den Arbeiten könnten sich laut dieser Einschätzung auf künftige Vertragsentscheidungen auswirken. Mit dem nun beschlossenen Paket liegt der Fokus auf festen Hospitality-Strukturen, einem zeitgemäßen Medienzentrum und einer Rennleitung, die den betrieblichen und sicherheitsrelevanten Anforderungen der Königsklasse entspricht.