Gianpiero Lambiase verlässt Red Bull und wechselt 2028 zu McLaren, nicht als Teamchef, sondern als Chief Racing Officer unter Teamchef Andrea Stella. Laut Berichten fiel die Entscheidung schon vor dem Start der Saison 2026 und steht nicht in Verbindung mit der Zukunft von Max Verstappen. Das deutet, so die Einordnung mehrerer Medien, auf nachlassende Stabilität bei Red Bull hin, während McLaren seine Führungsstruktur offensiv stärkt.
McLaren teilte mit, dass Lambiase als Chief Racing Officer einsteigt und direkt unter Stella arbeiten wird. Zak Brown bleibt CEO. Laut den Berichten zeigte sich Brown auf Social Media offen begeistert über den Deal. Das Team stellte zugleich klar, dass es sich um eine Ergänzung der bestehenden Struktur handelt, nicht um eine versteckte Rochade an der Boxenmauer.
Die Unabhängigkeit der Personalie von Verstappen betonte Journalist Jon Noble in seinen Berichten. Er ordnet die Karrieren von Lambiase und Verstappen als parallel ein, nicht voneinander abhängig. Nach dieser Darstellung hat Lambiase seine Entscheidung aus eigener Lagebeurteilung getroffen, nicht als Reaktion auf mögliche Fahrerbewegungen.
Warum der Schritt weg von Red Bull? Medien führen es auf Lambiase’ Einschätzung zurück, dass der lange Erfolgszyklus in Milton Keynes ausläuft und McLarens Projekt mehr Perspektive bietet. Berichtet wird auch, Lambiase habe nach dem Abu-Dhabi-Grand-Prix im November eine Niedergeschlagenheit erlebt, die durch die Eindrücke der Wintertests noch zunahm. Das habe, so diese Darstellungen, seine spätere Zusage für Woking begünstigt. Offiziell bestätigt sind diese Beweggründe nicht, sie beschreiben aber das Bild, das im Fahrerlager gezeichnet wird.
Die Berufung passt zu McLarens Kurs, die wachsende Komplexität der Formel 1 mit klaren Zuständigkeiten zu beantworten. Laut Analysen soll die Trennung von Strategie, Technik und Track-Execution geschärft werden, damit Entscheidungen am Rennwochenende sauber aufgestellt sind. Beobachter werten den Schritt auch als Zeichen, dass McLaren wieder Schlüsselfiguren aus Dominanzteams anzieht, während Red Bull zentrale Stützen verliert. Das könnte, so die Einordnung, mittelfristig die Kräfteverhältnisse an der Spitze verschieben.
Parallel brodelt die Gerüchteküche um Ferrari. Der deutsche Journalist Felix Gerny berichtet, Ferrari-Chairman John Elkann interessiere sich für Andrea Stella als Option für eine kommende Ära in Maranello. McLaren wies Meldungen über eine Vorvereinbarung zurück und betonte in einer Klarstellung, dass Stella langfristig das Zentrum bleibt. Laut Team wird Lambiase ausdrücklich unter der bestehenden Struktur mit Stella und CEO Zak Brown arbeiten. Damit setzt McLaren ein doppeltes Signal: persönliche Stabilität an der Spitze und operative Verstärkung für den nächsten Schritt im Titelkampf.